Niederländische Nationalmannschaft bei der Trinkpause während der WM-Vorbereitung in New York
Foto: ANP / IMAGOIm Streit über Wasserflaschen in den WM-Stadien hat der Weltfußballverband Fifa einen Rückzieher gemacht: Die zuvor verbotene Mitnahme von Plastikflaschen zu den Spielen wird nun doch erlaubt.
Dies gelte für Flaschen aus Weichplastik und bis zu einem Fassungsvermögen von 590 Milliliter, erklärte der für den operativen Ablauf zuständige WM-Verantwortliche Heimo Schirgi am Freitag. Das zuvor erlassene Verbot der Wasser-Mitnahme für Fans hatte auch angesichts der bei vielen WM-Spielen zu erwartenden Hitze heftige Proteste ausgelöst.
Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigenAll fans will be permitted to bring in one, soft, plastic, 20 ounces (590ml), factory sealed disposable water bottle into any FIFA World Cup 2026 match in the USA and Canada. ✅
— FIFA (@FIFAcom) June 5, 2026
As FIFA World Cup 2026 Chief Operating Officer, Heimo Schirgi, explains, fans will not be permitted… pic.twitter.com/ePEHq9oalJ
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Zur Datenschutzerklärung»Allen Fans ist es gestattet, eine verschlossene Einweg-Wasserflasche aus weichem Kunststoff mit einem Fassungsvermögen von 20 Unzen (590 ml) mit zu jedem Spiel der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA und Kanada zu nehmen«, erklärte Schirgi im Onlinedienst X. Hartplastikflaschen bleiben ihm zufolge aus »Sicherheitsgründen« verboten.
Entrüstung bei Fans und Gesundheitsexperten
Die Fifa hatte am Dienstag noch erklärt, dass Fans bei den Spielen der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft selbst leere Wasserflaschen nicht mit ins Stadion nehmen dürften. Damit wäre ein Nachfüllen an Wasserhähnen oder Trinkbrunnen nicht möglich. Die Zuschauer wären vielmehr gezwungen gewesen, sich bei Bedarf Wasser im Stadion zu kaufen – die Preise sind vielerorts heftig.
Die Entscheidung hatte einen Sturm der Entrüstung bei Fans, aber auch bei Gesundheitsexperten ausgelöst. Im Mai hatte eine Gruppe führender Wissenschaftler die Fifa davor gewarnt, dass ihre aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für die WM »unzureichend« seien. Wie schon beim Turnier 1994 in den USA und bei der Klub-WM könnte die Hitze bei dieser Endrunde erneut ein Thema werden.
Die Fußball-WM findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in Mexiko, den USA und Kanada statt. Die Forscher warnen davor, dass die Temperaturen in 14 der insgesamt 16 genutzten Stadien gefährliche Werte überschreiten könnten, was die Notwendigkeit der Flüssigkeitsaufnahme bei Spielern und auch Fans noch erhöht.
jon/AFP