SPIEGEL bei Google bevorzugen

SpaceX-Schild vor einem Standort in Kalifornien

Foto: Patrick T. Fallon / AFP

Kurz vor seinem Börsengang hat das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX einen Mega-Deal geschlossen: Der Internetkonzern Google will für den Zugriff auf einen riesigen KI-Chip-Cluster monatlich 920 Millionen Dollar (knapp 800 Millionen Euro) an SpaceX zahlen. Diese am Freitag getroffene Vereinbarung über Rechenleistungen für Künstliche Intelligenz geht aus den Unterlagen für den Börsengang des Konzerns von Techmilliardärs Elon Musk hervor.

Google soll den Unterlagen zufolge ab Oktober den vollen monatlichen Betrag zahlen – bis dahin gilt für die Nutzung der immensen Rechenkapazitäten erst einmal eine reduzierte Gebühr. Die Vereinbarung läuft bis Juni 2029, was über die Vertragslaufzeit hinweg Gesamtzahlungen von rund 30 Milliarden Dollar bedeuten würde.

Allerdings lässt die Vereinbarung für beide Seiten die Möglichkeit offen, unter bestimmten Bedingungen und mit einer gewissen Vorlaufzeit aus dem Deal auszusteigen.

Größter Börsengang der Geschichte angestrebt

Musk will SpaceX am 12. Juni an die Technologiebörse Nasdaq bringen. Das Unternehmen plant offenbar mit einem Stückpreis von 135 Dollar je Aktie. Das gaben Insider gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an.

​Der Konzern von Elon Musk wolle rund 555 Millionen Aktien zu diesem Kurs platzieren, etwa 75 Milliarden Dollar einsammeln und auf eine Gesamtbewertung von 1,75 Billionen Dollar kommen. Um die große Fangemeinde des Milliardärs einzubinden, sollen bis zu 30 Prozent der ​Papiere an Privatanleger gehen. Das wäre der bisher größte Börsengang der Geschichte.

Nach Dokumenten der US-Börsenaufsicht schrieb SpaceX zuletzt allerdings einen Milliardenverlust wegen seiner Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz (KI).

Mehr zum Thema

SpaceX hat mit seinen Trägerraketen lukrative Verträge mit der US-Raumfahrtagentur Nasa abgeschlossen. Den Großteil des Umsatzes macht Musk bisher allerdings mit seinem Satelliten-Netzwerk Starlink, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht.

Vor dem Börsengang legt SpaceX seine Zahlen offen und gewährt erstmals einen detaillierten Blick in den Weltkonzern. Der Prospekt zeigt, wie stark die Macht auf den Gründer Elon Musk zugeschnitten ist. Lesen Sie hier mehr .

jon/AFP