US-Kampfflugzeug startet von Flugzeugträger (Juni 2019)
Foto: MCSN Dan Snow / Navy Office of Information / dpa Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!Das US-Militär hat im Bereich der Straße von Hormus nach eigenen Angaben vier iranische Drohnen abgewehrt und daraufhin in Iran Radarstationen zur Küstenüberwachung angegriffen. Die Kampfdrohnen hätten eine Bedrohung für die Schifffahrt dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf X mit.
Anschließend griffen US-Streitkräfte Radarstellungen auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie im Ort Goruk an, um sich »gegen weitere Angriffe zu verteidigen«, wie das Militär mitteilte.
— U.S. Central Command (@CENTCOM) June 6, 2026Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen
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Zur DatenschutzerklärungStunden später habe Iran sieben ballistische Raketen Richtung Kuwait und Bahrain abgefeuert, berichtet Centcom. Sechs der Raketen seien abgefangen worden, die siebente habe ihr Ziel nicht erreicht.
Reporter berichten von mehreren Explosionen in der Nähe des Flughafens von Kuwait und in Bahrain. Es seien wiederholt Explosionsgeräusche zu hören gewesen, hieß es.
Die Streitkräfte Kuwaits teilten mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Auch in Bahrain gab es kurz darauf Raketenalarm, wie das Innenministerium auf X bekanntgab. Die Bevölkerung solle Ruhe bewahren und sich an sicheren Orten aufhalten.
Irans Revolutionswächter – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – teilten laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim mit, man habe als Reaktion auf die US-Angriffe Stützpunkte des Feindes in der Region attackiert.
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Iran hatte zuletzt mehrfach Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf gefeuert. Dort unterhält das US-Militär Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie von Iran entfernt sind.
Eigentlich gilt seit fast zwei Monaten eine Waffenruhe in dem Krieg, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels gegen Iran begonnen hatte. Jedoch kam es zuletzt immer wieder zu vereinzelten gegenseitigen Angriffen der Kriegsparteien. Parallel laufen zähe Verhandlungen für ein Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran, um den Krieg zu beenden.
Trump: Iran hat noch ein Fünftel seiner Raketen
Trotz der massiven Luftangriffe im Verlauf des Irankriegs verfügt Teheran nach einer Schätzung von US-Präsident Donald Trump noch über gut ein Fünftel seines Raketenarsenals. Die meisten Drohnenfabriken, Abschussrampen und Einrichtungen zur Raketenproduktion seien ausgeschaltet worden, sagte der Republikaner in einem Interview mit dem TV-Sender NBC News.
»Aber sie verfügen weiterhin über Kapazitäten. Sie haben noch einige Raketen und einige Drohnen.« Trump ergänzte: »Prozentual würde ich sagen, vielleicht noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen.« Das seien immer noch viele, aber nicht mehr das, was sie anfangs hatten.
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Es blieb unklar, worauf Trumps Schätzung des iranischen Raketenarsenals beruhte. Zuletzt hatten Medienberichte unter Berufung auf US-Beamte und Geheimdiensterkenntnisse nahegelegt, dass Iran weiter über einen großen Teil seiner Raketen verfüge. Die »New York Times« etwa berichtete Mitte Mai, Iran verfüge noch über etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent seines Raketenarsenals. Die »Washington Post« hatte ähnliche Zahlen genannt.
Ein ranghoher Vertreter des US-Militärs bezeichnete jene kursierenden Zahlen bei einer Anhörung im US-Kongress aber als falsch – ohne eigene Zahlen zu nennen. Trump hat seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran Ende Februar immer wieder betont, wie erfolgreich die Militärschläge gegen Iran gewesen seien.
hda/dpa