Angriff auf die Stadt Kyjiw im Juni 2025

Foto: Evgeniy Maloletka / AP / dpa Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!

Von Waffenruhe keine Spur: Auch am Donnerstag gab es weiterhin Drohnenangriffe zwischen der Ukraine und Russland. Das ukrainische Verteidigungsministerium meldete unter anderem den Beschuss eines russischen Raketenkreuzers im Kaspischen Meer.

Ukrainische Forstleute kämpfen gegen einen großen Waldbrand im nördlichen Gebiet Tschernihiw direkt an der Grenze zu Russland. Das Feuer sei durch russischen Beschuss ausgelöst worden und habe 2400 Hektar Wald erfasst, teilte der staatliche Forstbetrieb Lissy Ukrajiny  mit.

Weltkriegsparade als Grund für Waffenruhe

Kyjiw hat die von Russland ausgerufene Feuerpause angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Ukraine als »blanken Zynismus« bezeichnet. Das Gegenangebot Kyjiws, am Mittwoch die Waffen ruhen zu lassen, blieb von Moskau unbeantwortet.

In Russland laufen derzeit die Vorbereitungen für die Weltkriegsparade in Moskau am 9. Mai. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte ausländische Politiker davor, daran teilzunehmen. Dieser Tage nach Moskau zu reisen, sei »ein seltsamer Wunsch«, sagte Selenskyj in einer Videoansprache. »Wir raten davon ab.«

Bewohner Kyjiws sollen am 9. Mai die Stadt verlassen

Russland blieb derweil bei der Ankündigung einer einseitigen Waffenruhe, die demnach vom 8. bis zum 19. Mai andauern soll.

Sollte die Ukraine am 9. Mai die von Russland ausgerufene Waffenruhe nicht einhalten, hat das russische Verteidigungsministerium Vergeltung angekündigt. Die Bewohner Kyjiws sind von russischer Seite aufgefordert, vorher die Stadt zu verlassen. Für den Fall, dass die Ukraine am 9. Mai Angriffe auf Russland durchführe, werde Moskau dies »mit gleicher Münze zurückzahlen«, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag.

Zuvor hatte das Ministerium bereits ausländische Botschaften in Kyjiw aufgefordert, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Deutschlands Außenminister Johann Wadephul zeigte sich davon unbeeindruckt.

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Gespräche mit den USA werden wieder aufgenommen

Außerdem hat Selenskyj angekündigt, dass erstmals seit Ende März Vertreter der USA und der Ukraine über ein Ende des seit mehr als vier Jahren herrschenden russischen Angriffskrieges beraten werden. Ein Vertreter der ukrainischen Regierung ist dazu nach Florida geflogen, wie das Weiße Haus bestätigte.

Mehr zum Thema

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über ein Kriegsende lagen zuvor auf Eis. Die USA, die in den Gesprächen vermittelt hatten, konzentrieren sich momentan auf den Konflikt mit Iran.

US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf verkündet, er könne den Ukraine-Krieg »binnen 24 Stunden« beenden. Nach ersten fehlgeschlagenen Vermittlungsversuchen bezeichnete er dies als Scherz.

tmo/AFP/dpa/Reuters