Frachter und Schiffe in der Straße von Hormus (am Montag)
Foto:Amirhosein Khorgooi / ISNA / AP / dpa
Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!US-Präsident Donald Trump will den amerikanischen Militäreinsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus »für kurze Zeit« aussetzen. Während des vorübergehenden Stopps von »Projekt Freiheit« solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Das schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Es habe dafür »große Fortschritte« gegeben.
Die US-Blockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe in vollem Umfang in Kraft, so Trump.
Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen“We have mutually agreed that, while the Blockade will remain in full force and effect, Project Freedom (The Movement of Ships through the Strait of Hormuz) will be paused for a short period of time to see whether or not the Agreement can be finalized and signed…” - President… pic.twitter.com/R9SlC4w68g
— The White House (@WhiteHouse) May 5, 2026
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Zur DatenschutzerklärungDie Aussetzung von »Projekt Freiheit« erfolgt laut Trump auf Bitten Pakistans und anderer Länder sowie den »enormen militärischen Erfolgen« der USA. Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran.
Damit scheint für die US-Operation nach nur rund einem Tag erst einmal wieder Schluss zu sein: Am Montag hatten die USA die Initiative gestartet, die feststeckenden Schiffen helfen soll, die Straße von Hormus zu passieren (hier mehr dazu).
Die US-Armee erklärte am ersten Einsatztag, dass mindestens sechs iranische Kleinboote angegriffen und zahlreiche Drohnen und Raketenangriffe abgewehrt worden seien. Teheran dementierte diese Berichte. Iranische Medien hatten zuvor Raketenangriffe auf ein US-Militärschiff sowie Warnschüsse in der Nähe von US-Zerstörern gemeldet – was wiederum Washington zurückwies.
Mehr zum Thema- Irankrieg: Hegseth erklärt Waffenruhe mit Teheran für gültig
- Krieg im Nahen Osten: Iran attackiert Vereinigte Arabische Emirate – Trump meldet versenkte iranische Boote
- Saudi-Arabiens Krisenmanagement: »Er muss jetzt nett zu mir sein«, sagt Trump – und demütigt den Kronprinzen öffentlich Aus Riad berichtet Juliane von Mittelstaedt
Zwischen den USA und Iran herrscht derzeit eine fragile Waffenruhe. Zuletzt nahmen die Spannungen zwischen Washington und Teheran zu, weshalb eine weitere Eskalation im Krieg befürchtet wurde: Trump drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung, nachdem Iran als Reaktion auf die US-Initiative zur Öffnung der Meerenge am Montag Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen hatte (mehr dazu hier).
Iran kündigt Mechanismus für Transit durch Straße von Hormus an
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative. Teheran besteht auf der Forderung, den Verkehr in der Straße von Hormus zu kontrollieren.
Am Dienstag berichteten iranische Staatsmedien, das Regime wolle sich mithilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle über die Meerenge sichern. Demnach sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren wollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority) und müssten den Vorgaben folgen, berichtete der staatliche Sender Press TV .
Unklar blieb zunächst, wie diese Regeln konkret aussehen und wie Iran auf Verstöße reagieren könnte. Laut Press TV ist der Mechanismus in der Straße von Hormus bereits in Betrieb.
Die für den weltweiten Handel mit Rohöl und Flüssiggas immens wichtige Meerenge war zu Beginn des Irankriegs Ende Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge waren die Energiepreise weltweit gestiegen.
Rubio erklärt US-Operation »Gewaltiger Zorn« für beendet
Kurz vor Trumps Onlinepost hatte sein Außenminister Marco Rubio erklärt, die am 28. Februar begonnene US-Militäroperation »Gewaltiger Zorn« gegen Iran sei bereits beendet. »Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht«, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Nun widme man sich dem »Projekt Freiheit«, so Rubio.
Schon am vergangenen Freitag hatte Trump die Kampfhandlungen gegen Iran für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte mehr zwischen den beiden Ländern gegeben, hieß es in einer Mitteilung an den US-Kongress. »Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet.«
Durch diese Interpretation des andauernden Konfliktes mit Iran sieht sich die US-Regierung in der Lage, auch ohne Zustimmung des Parlaments weiter im Nahen Osten aktiv sein zu können. Mehr dazu, warum Trumps Irankrieg nun wohl nach US-Recht illegal ist, erfahren Sie hier .
aar/dpa/AFP