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Überreste einer russischen Drohne (in der Region Sumy)

Foto:

Francisco Richart / ZUMA Press / IMAGO

Ein wichtiger Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow hat nach eigenen Angaben einen russischen Drohnenangriff nur knapp überlebt. Der Drohneneinschlag habe sein Haus zerstört, teilte Serhij Beskrestnow mit. »Mich hat es getroffen, aber das Wichtigste: Wie durch ein Wunder bin ich am Leben«, schrieb er. Dazu veröffentlichte er ein Bild von sich aus dem Krankenhaus. Insgesamt sei er mit vier Shahed-Drohnen angegriffen worden, eine davon sei gegen seine Hauswand gekracht.

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Der 51-jährige Beskrestnow gilt als Spezialist für militärische Funktechnologien. Seit Kriegsbeginn ist er an der Front in den Bereichen Funk, elektronische Kriegsführung und Aufklärung aktiv – und damit auch für den Drohnenkampf. Im Januar 2026 wurde er von Verteidigungsminister Fedorow zu dessen Berater auf dem Gebiet ernannt.

Russland meldet ukrainischen Angriff auf Schwarzmeerhafen

Unterdessen meldeten russische Behörden einen erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar. Ein Mensch sei dabei getötet worden, auch einen Verletzten gebe es, schrieb Gouverneur Wenjamin Kondratjew auf Telegram. Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten. Auch eine Gasleitung sei beschädigt worden.

In sozialen Medien berichteten Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens. Auf zunächst nicht überprüfbaren Videos waren Brände und eine große schwarze Rauchwolke zu sehen. Die Staatsanwaltschaft berichtete von Schäden an der Infrastruktur des Hafens. Die Behörden der Stadt teilten mit, dass die Schulen geschlossen blieben.

Mehr zum Thema

Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine groß angelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie vermehrt Russlands Ölindustrie an, die für Moskaus Finanzierung des Kriegs wichtig ist. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.

Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Dort gibt es auch eine Raffinerie, die dem größten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi.

sol/dpa