Israels Militär hat die Bewohner im Südlibanon davor gewarnt, in Dörfer jenseits einer Linie zurückzukehren. Ob sich iranische Vertreter heute mit einer US-Delegation in Pakistan treffen, ist weiter offen. Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick: Israel warnt vor Rückkehr in Südlibanon Irans Präsident betont Misstrauen gegenüber USA Laut Irans Präsident Massud Peseschkian müssten alle rationalen und diplomatischen Wege genutzt werden, um die Spannungen mit den USA abzubauen. Gleichzeitig betonte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, dass Wachsamkeit und Misstrauen im Umgang mit Washington eine "unbedingte Notwendigkeit" seien. Wieder Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe in der Nacht im Südlibanon eine Raketenabschussrampe angegriffen. Diese sei feuerbereit und eine "direkte Bedrohung für die Ortschaften in Nordisrael" sowie für Soldaten gewesen, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Die Armee werde sich weiterhin gegen Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten gewährleisten, hieß es in einer Erklärung weiter. Laut der vom US-Außenministerium veröffentlichten Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und dem Libanon darf Israel alle notwendigen Maßnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe ergreifen. Außenhandel mit Iran geht zurück Der Außenhandel mit Iran ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Die Exporte aus Deutschland sanken vom Vorjahr um ein knappes Viertel auf 961,6 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Ausgeführt wurden vor allem Maschinen sowie pharmazeutische und chemische Erzeugnisse. Umgekehrt kamen aus Iran Importe im Wert von 234,5 Millionen Euro, eine leichte Steigerung um 1,7 Prozent zum Vorjahr. Fast zwei Drittel der Einfuhren waren Nahrungsmittel mit Pistazien an der Spitze. Darauf folgten pharmazeutische Erzeugnisse und Textilien wie zum Beispiel Teppiche. Damit liegt der Iran auf der Liste der wichtigsten Handelspartner auf Rang 72. Vor dem Inkrafttreten umfassender US-Sanktionen im Jahr 2018 war es noch der 51. Platz gewesen. Israels Außenminister entschuldigt sich für Zerstörung von Jesus-Figur Israels Außenminister Gideon Saar hat sich für die Zerstörung einer Jesus-Figur durch einen israelischen Soldaten im Libanon entschuldigt. "Diese schädliche Tat widerspricht vollkommen unseren Werten", erklärte Saar. "Wir entschuldigen uns für diesen Vorfall bei allen Christen, deren Gefühle dadurch verletzt wurden." Gestern war ein Bild in Sozialen Medien veröffentlicht worden, das einen israelischen Soldaten zeigen soll, der im Libanon einer gestürzten Jesus-Figur mit einer Axt auf den Kopf schlägt. Israels Armee bestätigte die Echtheit des Materials und kündigte Konsequenzen an. Die Armee habe "kein Interesse daran, zivile Infrastruktur, inklusive religiöser Gebäude oder Symbole, zu zerstören", hieß es. Die christliche Gemeinschaft, zu der das Kruzifix gehörte, solle bei dessen Wiederherstellung unterstützt werden. Etwa ein Drittel der libanesischen Bevölkerung bekennt sich zum Christentum. Iran lässt zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten Irans Justiz hat zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten lassen. Die Exekution erfolgte im Morgengrauen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Ein Revolutionsgericht in der Großstadt Karadsch bei Teheran hatte das Urteil gesprochen. Irans Justiz warf den beiden Männern vor, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Wann sie festgenommen wurden und wann das Urteil fiel, blieb zunächst unklar. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Vizepräsident: Blockade von iranischem Öl hat Folgen für die Welt Der Erste Vizepräsident Irans, Mohammed-Resa Aref, hat ein Ende der Blockade iranischer Ölausfuhren gefordert. Die weltweiten Treibstoffpreise könnten sich nur stabilisieren, wenn der wirtschaftliche und militärische Druck auf iranische Ölexporte aufhöre, erklärte er auf der Plattform X. Man könne nicht die iranischen Ausfuhren beschränken und gleichzeitig erwarten, dass andere uneingeschränkt sicher seien. "Die Wahl ist klar: Entweder ein freier Ölmarkt für alle oder das Risiko erheblicher Kosten für alle." Teilnahme Irans an Gesprächen in Pakistan ungewiss Noch immer ist unklar, ob iranische Vertreter an den von den USA angekündigten Gesprächen heute in Islamabad teilnehmen. Eine offizielle Absage von iranischer Seite gebe es nicht, berichtete ARD-Korrespondent Benjamin Weber. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA habe gemeldet, dass Iran nicht an den Gesprächen teilnehmen werde. Begründung: überzogene Forderungen der USA. Israels Militär warnt Zivilisten vor Rückkehr in Südlibanon Das israelische Militär hat die Bewohner im Südlibanon davor gewarnt, sich südlich einer bestimmten Linie von Dörfern zu bewegen oder sich dem Fluss Litani zu nähern. Die israelischen Streitkräfte blieben während der geltenden Waffenruhe in dem Gebiet stationiert, teilte das Militär mit. Grund seien anhaltende Aktivitäten der Hisbollah-Miliz. Militärsprecher Avichay Adraee rief die Zivilbevölkerung zudem dazu auf, wegen Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres nicht in mehrere Grenzdörfer zurückzukehren. US-Militär entert iranisches Frachtschiff Die US-Marine hat ein iranisches Frachtschiff angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Über sechs Stunden hinweg habe das US-Militär Warnungen ausgesprochen, denen die Besatzung jedoch nicht nachgekommen sei, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit. Das Kriegsschiff "USS Spruance" habe die Besatzung daraufhin aufgefordert, den Maschinenraum zu räumen, und dann mit mehreren Schüssen den Schiffsantrieb außer Gefecht gesetzt. Das oberste iranische Militärkommando kündigte Vergeltung an und sprach von "Piraterie", wie staatliche iranische Medien berichten. US-Delegation mit Vance zu Iran-Verhandlungen in Islamabad erwartet Vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und Iran wird eine US-Delegation mit Vizepräsident JD Vance an der Spitze ab heute zu neuen Verhandlungen in Pakistan sein. US-Präsident Donald Trump will dem Iran nach eigenen Angaben einen "vernünftigen Deal" anbieten. Teheran plant iranischen Staatsmedien zufolge jedoch vorerst keine Teilnahme an neuen Verhandlungen. Straße von Hormus geschlossen - Ölpreise ziehen kräftig an Die erneute Schließung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise um mehr als sieben Prozent in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 7,26 Prozent auf 96,94 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um 7,24 Prozent auf 89,92 Dollar. Die USA und der Iran werfen sich gegenseitig vor, durch Angriffe auf Schiffe gegen eine Waffenruhe verstoßen zu haben. Der Liveblog von Sonntag zum Nachlesen Das US-Militär hat nach den Worten von Präsident Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschlagnahmt. Teheran dementiert laut einem Bericht der Staatsagentur IRNA ein Treffen mit US-Vertretern in Islamabad.